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Parodontitis — Die Mundflora spielt eine entscheidende Rolle

Die Parodontitis ist eine Entzündung des Zahnfleisches, die durch Bakterien verursacht wird. Diese Krankheit kann zu Schäden am Zahnhalteapparat führen und sogar zum Verlust der Zähne. Anfangs sind oft keine Symptome vorhanden, aber im Laufe der Zeit kann das Zahnfleisch zurückgehen und dadurch werden die Zahnhälse sichtbar und die Zähne erscheinen länger. Neben klassischen Behandlungsmöglichkeiten wie die Entfernung von weichen und harten Belägen und der Antibiotikatherapie, können auch Probiotika zur Vorbeugung und Behandlung effektiv bei Parodontitis eingesetzt werden.

von Dr. Barbara Hendel
16. Januar 2024
in Parodontitis, Spezielle Indikationen
0
Qualitätskriterien

Foto von Dan Gold auf Unsplash

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Was genau ist eine Parodontitis? 

Die Par­o­don­ti­tis ist eine sehr ansteck­ende Krankheit, die den Zahn­hal­teap­pa­rat bet­rifft. Der Anfang dieser Erkrankung zeigt sich durch Entzün­dun­gen und Schwellun­gen des Zah­n­fleis­ches. Der Zahn­hal­teap­pa­rat beste­ht aus dem Bindegewebe, dem Zah­n­fleisch und Teilen des Kiefer­knochens. Sowohl Par­o­don­ti­tis als auch Karies kön­nen nur auftreten, wenn noch Zähne im Mundraum vorhan­den sind. Ein Biofilm von Bak­te­rien (Zahn­be­lag oder Plaque) löst bei­de Krankheit­en aus und enthält ver­schiedene Arten von Mikroor­gan­is­men. Diese Bak­te­rien ver­mehren sich schnell und pro­duzieren dabei sowohl Säuren als auch giftige Sub­stanzen, die sowohl die Zah­nober­fläche als auch das umliegende Zah­n­fleisch angreifen.

Zu Beginn schwillt das entzün­dete Zah­n­fleisch an und behin­dert zusät­zlich die Reini­gung der Ober­fläche der betrof­fe­nen Zähne. Durch diese Entzün­dung wird nach und nach die Verbindung zwis­chen dem jew­eili­gen Zahn und dem umgeben­den Gewebe gelöst, was zur Bil­dung ein­er Tasche – bekan­nt als “Zah­n­tasche” – führt. Diese Zwis­chen­räume bieten diesen in großer Zahl vork­om­menden Bak­te­rien einen opti­malen Leben­sraum im Mund­bere­ich. Unser Immun­sys­tem reagiert darauf pos­i­tiv mit Abwehrmech­a­nis­men gegen diese ein­drin­gen­den Keime. Infolgedessen kann sowohl der Halt des Zahns als auch der Knochen zer­stört wer­den. Dadurch ragt langsam der Zahn immer weit­er aus dem Zah­n­fleisch her­aus, wodurch die Zähne länger wirken kön­nen. Es kann auch zu dun­klen Dreieck­en zwis­chen den einzel­nen Zäh­nen kom­men, da das Gewebe im Zwis­chen­raum nicht mehr vorhan­den ist. Schließlich lock­ert sich der betrof­fene Zahn und fällt let­z­tendlich kom­plett aus.

Dysbiosis als Ursache der Paradontitis 

Die Ver­mei­dung und Behand­lung von Par­o­don­ti­tis konzen­tri­ert sich darauf, den Biofilm zu kon­trol­lieren. Eine angemessene Mund­hy­giene spielt dabei eine zen­trale Rolle. Bes­timmte Bak­te­rien haben sich im Laufe der Zeit auf das Leben in der Mund­höh­le und auf den Zäh­nen spezial­isiert. Da diese Keime auch von Eltern auf ihre Kinder über­tra­gen wer­den kön­nen (zum Beispiel durch gemein­same Nutzung eines Löf­fels), kann man Par­o­don­ti­tis als “ansteck­ende” Krankheit betra­cht­en.

Por­phy­romonas gin­gi­valis ist ein Mikroor­gan­is­mus, der eng mit Zah­n­fleis­chentzün­dun­gen und Paradon­ti­tis zusam­men­hängt. Eine größere Menge dieses Keims in den Zah­n­fleis­chtaschen deutet auf ein erhöht­es Risiko für Par­o­don­talerkrankun­gen hin. Allerd­ings kann Por­phy­romonas gin­gi­valis auch bei Men­schen ohne Par­o­don­ti­tis im oralen Biofilm nachgewiesen wer­den, wenn auch in gerin­ger­er Anzahl. Nor­maler­weise sind alle Schleimhäute des Kör­pers von Mikroor­gan­is­men besiedelt und durch eine dicke Schutzschicht geschützt, die schw­er zu über­winden ist. Diese Schutzschicht bietet wiederum einen guten Leben­sraum für nicht schädliche und nüt­zliche Bak­te­rien­arten. Diese hil­fre­ichen Keime fungieren als Schutz und ver­hin­dern das Ansiedeln von krankheit­ser­re­gen­den Bak­te­rien auf den Schleimhäuten.

Unter ungün­sti­gen Bedin­gun­gen, wie schlechter Ernährung oder chro­nis­chem Stress, wird die bak­terielle Abwehr dieser Schutzschicht beein­trächtigt, sodass patho­gene Bak­te­rien direk­ten Kon­takt mit den Zellen der Schleimhaut haben kön­nen. Dies führt dazu, dass entzündliche Zellen ver­mehrt ins Bindegewebe der Schleimhaut wan­dern und dabei entzün­dungs­fördernde Enzyme sowie Boten­stoffe freiset­zen. Dies führt zur Entwick­lung von Zah­n­fleis­chbluten, welch­es wiederum Por­phy­romonas gin­gi­valis begün­stigt.

Risikofaktoren für eine Paradontitis

Es gibt ver­schiedene Risiko­fak­toren für Par­o­don­ti­tis:

  • Eine unzure­ichende Mund­hy­giene kann zu Prob­le­men führen. Wenn nicht regelmäßig Plaque ent­fer­nt wird, kön­nen Karies und Par­o­don­ti­tis entste­hen.
  • Zahn­stein bildet sich, wenn der Kör­p­er Krankheit­ser­reger mit Hil­fe von Spe­ichel­ka­lk umschließt. Die raue Ober­fläche des Zahn­steins bietet Bak­te­rien einen neuen Leben­sraum, indem sie sich schnell aus­bre­it­en kön­nen.
  • Hor­monelle Verän­derun­gen, wie während der Schwanger­schaft, kön­nen dazu führen, dass das Zah­n­fleisch empfind­lich­er ist und Men­schen vor­sichtiger bei der Mundpflege sein müssen.
  • Es beste­ht eine indi­vidu­elle Anfäl­ligkeit für Par­o­don­ti­tis. Ob genetis­che Fak­toren oder über­lieferte Mund­hy­giene dabei im Vorder­grund ste­hen, ist bish­er nicht ein­deutig gek­lärt.
  • Rauchen begün­stigt die Entwick­lung von Par­o­don­ti­tis. Nikotin reduziert die Durch­blu­tung des Zah­n­fleis­ches und beein­trächtigt das kör­pereigene Abwehrsys­tem gegen Bak­te­rien. Etwa 70 Prozent der Men­schen mit Par­o­don­ti­tis sind Rauch­er.
  • Stof­fwech­sel­erkrankun­gen wie Dia­betes mel­li­tus oder Rheuma­toide Arthri­tis tra­gen zur Entste­hung von Par­o­don­ti­tis bei.

Symptome einer Paradontitis

Eine Par­o­don­ti­tis begin­nt oft schle­ichend und bleibt vom Patien­ten lange Zeit unbe­merkt. Ein erstes Zeichen für entzün­detes Zah­n­fleisch und den Beginn ein­er Par­o­don­ti­tis kann das Bluten des Zah­n­fleis­ches sein. Es tritt etwa beim Reini­gen der Zähne auf oder beim Beißen in einen Apfel. Spätestens, wenn das Zah­n­fleisch deut­lich rot oder geschwollen ist, sollte man unbe­d­ingt einen Ter­min bei einem Zah­narzt vere­in­baren. Wenn sich die Entzün­dung im Kiefer­knochen aus­bre­it­et, baut dieser allmäh­lich ab. Gle­ichzeit­ig zieht sich auch das Zah­n­fleisch zurück, wodurch die Zahn­hälse immer mehr frei liegen und die Zähne länger wirken lassen.

Die betrof­fe­nen Bere­iche reagieren auch empfind­lich­er auf Tem­per­atu­run­ter­schiede, was Schmerzen während des Essens und Trinkens verur­sachen kann. Es kann eben­falls zu Mundgeruch kom­men. Erst bei fort­geschrit­ten­er Par­o­don­ti­tis treten meist lock­er wer­dende Zähne auf, was bedeutet, dass bere­its ein erhe­blich­er Ver­lust an Knochengewebe vor­liegt.

Bei der zah­närztlichen Unter­suchung wird eine gründliche Inspek­tion der Zähne sowie des gesamten Mundraums durchge­führt. Wenn ein Ver­dacht auf eine Par­o­don­ti­tis beste­ht, wer­den alle Taschen­tiefen an allen Zahn­bere­ichen ver­messen, um her­auszufind­en, wie weit fort­geschrit­ten die Par­o­don­ti­tis bere­its ist und welche Art von Behand­lung erforder­lich wäre. Um jeglichen Knochen­ab­bau oder andere mögliche Ursachen für lockere Zähne auszuschließen (wie beispiel­sweise Wurze­lentzün­dun­gen), sind Rönt­ge­nauf­nah­men notwendig.

Die Auswirkun­gen ein­er Par­o­don­ti­tis beschränken sich jedoch nicht nur auf den Mundraum; sie kann sich weit­er aus­bre­it­en und dadurch schwere Krankheit­en verur­sachen. Zum Beispiel kann sie ein Grund für ungek­lärtes Fieber sein, da eine Infek­tion im Anfangssta­di­um oft noch nicht mit ein­er Par­o­don­ti­tis in Verbindung gebracht wird. Ein weit­eres Risiko beste­ht darin, dass Bak­te­rien Herzk­lap­pen oder Endo­prothe­sen besiedeln kön­nen. Auch das Risiko für einen Herz­in­farkt oder Schla­gan­fall scheint zu steigen, obwohl die genaue Ursache bish­er nicht voll­ständig gek­lärt ist. Anze­ichen dafür, dass sich die Infek­tion weit­er aus­ge­bre­it­et hat, sind unter anderem Schluckbeschw­er­den sowie Schwellun­gen im Gesichts- und Hals­bere­ich.

Wie wird eine Parodontitis behandelt? 

Eine wirk­same Behand­lung der Par­o­don­ti­tis hat zum Ziel, die Bak­te­rien zu ent­fer­nen und die Entzün­dung zu stop­pen. Hier­für wer­den geeignete Instru­mente ver­wen­det, um eine gründliche Reini­gung der Zah­nober­flächen durchzuführen. Der Zah­narzt ent­fer­nt sowohl harte als auch weiche Beläge mith­il­fe von Instru­menten. Diese Behand­lung erfol­gt unter örtlich­er Betäubung und ist oft aus­re­ichend, um das Fortschre­it­en der Entzün­dung einzudäm­men. Das Hauptziel beste­ht darin, die Gesund­heit der Zah­nober­fläche wieder­herzustellen.

Falls jedoch tiefe Zah­n­fleis­chtaschen vorhan­den sind oder trotz der Reini­gung weit­er­hin Entzün­dun­gen auftreten, kann ein klein­er chirur­gis­ch­er Ein­griff erforder­lich sein. Dabei löst der Zah­narzt das Zah­n­fleisch vom Zahn ab, um alle Beläge und erkrank­tes Gewebe sicht­bar zu ent­fer­nen. In manchen Fällen kann auch eine antibi­o­tis­che Ther­a­pie notwendig sein. Nach­dem patho­gene Bak­te­rien beseit­igt wur­den, ist es wichtig für den Patien­ten täglich eine gute Mund­hy­giene aufrechtzuer­hal­ten und so Plaque­bil­dung vorzubeu­gen. Eine gründliche Zah­npflege sowie die Anwen­dung von Hil­f­s­mit­teln wie Zahn­sei­de, Zwis­chen­raum­bürsten und Zun­gen­sch­abern sind dabei entschei­dend. Mund­spül­lö­sun­gen kön­nen eben­falls helfen, das Wach­s­tum von Bak­te­rien zu reduzieren; ihre Ver­wen­dung sollte jedoch in Absprache mit dem Zah­narzt erfol­gen.

Vorbeugung und alternative Behandlung von Paradontitis

Der Vor­beu­gung von Par­o­don­ti­tis kommt eine große Bedeu­tung zu. Eine gründliche Mund­hy­giene sowie regelmäßige Zah­narztbe­suche kön­nen dazu beitra­gen, das Risiko der Erkrankung wesentlich zu reduzieren. Eine gesunde Ernährung und der Verzicht auf das Rauchen kön­nen eben­falls einen pos­i­tiv­en Ein­fluss haben. Par­o­don­ti­tis sollte nicht unter­schätzt wer­den, da sie ern­sthafte Auswirkun­gen auf die Mundge­sund­heit haben kann. Es ist wichtig, die Anze­ichen der Erkrankung zu erken­nen und frühzeit­ig eine Behand­lung einzuleit­en, um mögliche Kom­p­lika­tio­nen zu ver­mei­den. Sprechen Sie mit Ihrem Zah­narzt, wenn Sie Bedenken haben oder Symp­tome der Par­o­don­ti­tis bemerken.

Während die tra­di­tionelle Behand­lungsmeth­ode für diese Erkrankung in der Regel eine gründliche Reini­gung der Zähne und des Zah­n­fleis­ches sowie eine Antibi­otik­abehand­lung umfasst, gibt es auch alter­na­tive Behand­lungsmöglichkeit­en, die eine wirk­same und scho­nende Alter­na­tive bieten. Eine solche alter­na­tive Behand­lungsmeth­ode ist die Ver­wen­dung von Kräutern und natür­lichen Heilmit­teln zur Unter­stützung der Gesund­heit des Zah­n­fleis­ches. Kräuter wie Sal­bei, Kamille und Echi­nacea sind bekan­nt für ihre entzün­dung­shem­menden Eigen­schaften und kön­nen helfen, die Symp­tome von Par­o­don­ti­tis zu lin­dern.

Weit­er­hin kön­nen auch Öle wie Tee­baumöl und Kokos­nussöl wirk­sam sein, um Entzün­dun­gen zu reduzieren und die Gesund­heit des Zah­n­fleis­ches zu fördern. Auch die Ver­wen­dung von Laserther­a­pie zur Behand­lung von Par­o­don­ti­tis hat sich als wirk­sam erwiesen. Laser kön­nen Bak­te­rien und entzün­detes Gewebe gezielt zer­stören, ohne das umliegende gesunde Gewebe zu beein­trächti­gen. Dies kann dazu beitra­gen, die Symp­tome von Par­o­don­ti­tis zu reduzieren und die Heilung zu beschle­u­ni­gen. Ins­ge­samt gibt es viele alter­na­tive Behand­lungsmöglichkeit­en für Par­o­don­ti­tis, die eine scho­nende und wirk­same Alter­na­tive zur tra­di­tionellen Behand­lung bieten. Wenn Sie an Par­o­don­ti­tis lei­den, soll­ten Sie mit Ihrem Zah­narzt sprechen, um her­auszufind­en, welche Behand­lungsmeth­ode für Sie am besten geeignet ist.

Probiotika als alternativer Behandlungsansatz für Paradontitis 

Es ist nicht über­raschend, dass neueste Unter­suchun­gen gezeigt haben, dass Pro­bi­oti­ka eine entschei­dende Funk­tion bei der Präven­tion und Behand­lung von Paradon­ti­tis spie­len kön­nen. Diese Krankheit wird durch Bak­te­rien oder ein gestörtes Gle­ichgewicht in der Mund­flo­ra verur­sacht. Pro­bi­o­tis­che Bak­te­rien kön­nen das Wach­s­tum schädlich­er Keime direkt stop­pen und dadurch auch die entzündliche Reak­tion reduzieren, indem sie spezielle antibak­teriell wirk­ende Sub­stanzen pro­duzieren. All­ge­mein gesagt, ist die Wirkung von Pro­bi­oti­ka bish­er nicht voll­ständig ver­standen. Erste klin­is­che Stu­di­en zeigen aber, dass pro­bi­o­tis­che Keime bei ein­er Paradon­ti­tis wirkungsvoll einge­set­zt wer­den kön­nen.

Ein solch­es pro­bi­o­tis­ches Bak­teri­um ist beispiel­sweise Strep­to­coc­cus sali­var­ius M18. Dieser Bak­teri­um wurde aus dem Mundraum isoliert, kommt also natür­licher­weise dort vor. In klin­is­chen Stu­di­en kon­nte gezeigt wer­den, dass Strep­to­coc­cus sali­var­ius M18 solche Patho­gene bekämpft — wie beispiel­sweise Por­phy­romonas gin­gi­valis oder Strep­to­coc­cus mutans — die bei der Entste­hung von Karies oder Paradon­ti­tis eine entschei­dende Rolle spie­len und somit Symp­tome wie freiliegende Zahn­hälse oder Zah­n­fleis­chentzün­dung verbessern (1, 2).

Wirk­mech­a­nis­men von Pro­bi­oti­ka bei Paradon­ti­tis:

  • Immun­mod­ulierende Eigen­schaften: Pro­bi­oti­ka kön­nen auf ver­schiedene Arten das ange­borene und erwor­bene Immun­sys­tem bee­in­flussen. Sie bee­in­flussen zel­luläre Sig­nal­wege, was Auswirkun­gen auf die Pro­duk­tion von Zytoki­nen hat und somit Ein­fluss auf den Ver­lauf entzündlich­er Reak­tio­nen nehmen kann. Solche anti-entzündichen Eigen­schaften wur­den beispiel­sweise schon für Srep­toc­co­cus sali­var­ius aus der Mund­flo­ra gezeigt (3).
  • Ein weit­er­er Mech­a­nis­mus beste­ht darin, dass Pro­bi­oti­ka anti-adhä­siv­en Eigen­schaften haben. Sie heften sich an Epithelzellen an und ver­hin­dern so die Anhef­tung krankheit­ser­re­gen­der Keime.
  • Pro­duk­tion von antibak­teriellen Sub­stanzen: Von eini­gen pro­bi­o­tis­chen Stäm­men ist bekan­nt, dass sie antibak­terielle Sub­stanzen — soge­nan­nte Bac­te­ri­ocine — pro­duzieren, die in der Lage sind, krankheit­ser­re­gende Keime zu eli­m­inieren.
  • Die Pro­duk­tion von Dex­tranase und Ure­asa durch pro­bi­o­tis­che Bak­te­rien is ein weit­ere Wirk­mech­a­nis­mus. Dex­tranase ist in der Lage Zahn­be­lag aufzulösen während Ure­ase zur Neu­tral­isierung schädlich­er Säuren im Mundraum beitra­gen kann.

Pro­bi­oti­ka scheinen also auch eine wirkungsvolle Alter­na­tive für die Vor­beu­gung und Behand­lung von Pro­bi­oti­ka zu sein. Die indi­vidu­elle Wirkung von Pro­bi­oti­ka hängt dabei vor allem davon ab, ob von ihnen die oben beschriebe­nen Wirk­mech­a­nis­men aus­ge­hen. Ein ein­fach­er Anhalt­spunkt kann dabei wieder sein, ob es für die ange­bote­nen pro­bi­o­tis­chen Pro­duk­te klin­is­che Stu­di­en gibt, die die Wirk­samkeit bestäti­gen. Auch ist es sich­er sin­nvoll nach solchen Pro­duk­ten zu schauen, die pro­bi­o­tis­che Stämme bein­hal­ten, die natür­licher­weise im Mundraum vorkom­men, da nur so eine lang anhal­tende Besiedelung dieser Bak­te­rien — und infolgedessen auch ein wirkungsvoller Schutz — im Mundraum gewährleis­tet ist.

Lit­er­atur:

  1. Scariya et al. Int J Pharm Bio Sci 2015; 6(1): 242–250.

  2. Di Pier­ro et al. Clin­i­cal, Cos­met­ic and Inves­ti­ga­tion­al Den­tistry 2015; 7: 107–113.

  3. Kaci et al. Appl Env­i­ron Micro­bi­ol. 2014 Feb; 80(3): 928–934.

Parodontitis

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Wir erteilen jedoch keine medizinischen Ratschläge, stellen keine Diagnose und behandeln nicht.

Die Beiträge wurden anhand neuester Forschungsergebnisse verfasst. Bitte beachten Sie, dass diese nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung geeignet sind und keinen Besuch beim Arzt ersetzen können. Wir empfehlen deshalb ausdrücklich, jede Maßnahme in Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt zu planen.

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