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Übersichtsstudie Streptococcus salivarius M18 und seine positiven Effekte für die Mundgesundheit

Die Mundgesundheit ist ein zentraler Bestandteil des allgemeinen Wohlbefindens. Zähne und Zahnfleisch sind eng mit dem gesamten Organismus verbunden. In den letzten Jahren hat sich die Forschung zunehmend auf die Rolle von Mikroorganismen konzentriert, die als „gute“ Bakterien die Mundflora stabilisieren und Krankheiten vorbeugen können. Einer der am besten untersuchten Stämme ist Streptococcus salivarius M18, kurz M18 genannt. Während andere Probiotika eher unspezifisch wirken, zeichnet sich M18 durch seine direkte Aktivität gegen krankmachende Bakterien wie Streptococcus mutans oder Porphyromonas gingivalis aus. Mehrere klinische Studien der letzten Jahre haben belegt, dass M18 nicht nur das Risiko für Karies und Zahnfleischentzündungen senken kann, sondern auch nachhaltig die Zusammensetzung der Mundflora verbessert. In dieser Übersicht werden die zentralen wissenschaftlichen Arbeiten vorgestellt, die diese Effekte untermauern.

von Dr. Barbara Hendel
7. September 2025
in Allgemein, Mund, News, orales Mikrobiom, orales Mikrobiom, Probiotika
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Streptococcus salivarius M18

Foto von Anthony Mucci auf Unsplash

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Biologische Eigenschaften von Streptococcus salivarius M18

S. sali­var­ius ist ein natür­lich­er Bewohn­er des men­schlichen Mundraums. Schon kurz nach der Geburt siedeln sich ver­schiedene Stämme dieser Spezies auf der Zunge und im Rachen­raum an. Strep­to­coc­cus sali­var­ius M18 unter­schei­det sich von anderen Vari­anten durch seine Fähigkeit, antimikro­bielle Pep­tide – soge­nan­nte Bak­te­ri­ozine – zu pro­duzieren. Diese wirken gezielt gegen patho­gene Keime, die für Karies und Par­o­don­ti­tis ver­ant­wortlich sind.

Darüber hin­aus pro­duziert M18 Enzyme wie Dex­tranase, die die Bil­dung von Zah­n­plaque hem­men, sowie Ure­ase, die den pH-Wert im Mund sta­bil­isiert. Ein neu­tralerer pH-Wert erschw­ert es kar­i­o­genen Bak­te­rien, den Zahn­schmelz zu ent­min­er­al­isieren. Damit erfüllt M18 gle­ich mehrere Funk­tio­nen: Es ver­drängt schädliche Bak­te­rien, ver­hin­dert die Ansamm­lung von Plaque und schafft ein Milieu, in dem das Risiko für Karies, Gin­givi­tis und Par­o­don­ti­tis sinkt.

Eine beson­dere Eigen­schaft von Strep­to­coc­cus sali­var­ius M18 ist seine Fähigkeit, sich dauer­haft im Mundraum anzusiedeln. Bur­ton et al. (2013a, PLoS One) kon­nten in ein­er Studie nach­weisen, dass M18 nach regelmäßiger Ein­nahme im Mundraum nach­weis­bar bleibt und dort sta­bile Pop­u­la­tio­nen bildet. Diese Koloni­sa­tion ist entschei­dend, um langfristige pos­i­tive Effek­te zu erzie­len.

Kariesprävention

Karies zählt weltweit zu den häu­fig­sten Erkrankun­gen. Sie entste­ht durch ein Ungle­ichgewicht zwis­chen dem­iner­al­isieren­den und rem­iner­al­isieren­den Prozessen im Zahn­schmelz. Hauptver­ant­wortlich ist das Bak­teri­um Strep­to­coc­cus mutans, das Zuck­er in Säuren umwan­delt. Diese Säuren greifen den Zahn­schmelz an und fördern Löch­er in den Zäh­nen.

Mehrere Stu­di­en haben die Fähigkeit von M18 belegt, das Wach­s­tum von S. mutans zu hem­men und somit das Karies­risiko zu senken. Di Pier­ro et al. (2015) unter­sucht­en Kinder, die M18 über einen län­geren Zeitraum ein­nah­men. Die Ergeb­nisse zeigten eine deut­liche Reduk­tion von Plaque und kar­i­o­genen Bak­te­rien. Brus­nit­sy­na et al. (2022) bestätigten diese Beobach­tung in ein­er weit­eren Studie: Kinder, die regelmäßig M18 erhiel­ten, hat­ten sig­nifikant weniger neue Karies­lä­sio­nen.

Kisel­niko­va und Tom (2022) sowie Poorni et al. (2022) erweit­erten die Evi­denzba­sis, indem sie zeigten, dass M18 nicht nur das Wach­s­tum von S. mutans hemmt, son­dern auch den Zahn­schmelz indi­rekt schützt, indem es die Plaque­bil­dung reduziert. Beson­ders inter­es­sant ist die Arbeit von Poorni et al. (2021), die sich auf den pH-Wert im Mund konzen­tri­erte. Strep­to­coc­cus sali­var­ius M18 kon­nte die Absenkung des pH-Werts nach Zuck­erkon­sum sig­nifikant abmildern, wodurch die Entste­hung ein­er sauren Umge­bung ver­hin­dert wurde.

Zusam­menge­fasst bele­gen diese Stu­di­en ein­deutig, dass M18 eine wirk­same, natür­liche und sichere Ergänzung zur klas­sis­chen Kariespro­phy­laxe darstellt.

Zahnfleischentzündungen und Parodontitis

Neben Karies gehören Zah­n­fleis­chentzün­dun­gen zu den häu­fig­sten oralen Erkrankun­gen. Gin­givi­tis, die Vorstufe ein­er Par­o­don­ti­tis, entste­ht durch bak­terielle Biofilme, die am Zah­n­fleis­chrand Entzün­dun­gen her­vor­rufen. Unbe­han­delt kann dies zu Knochen­ab­bau und Zah­n­ver­lust führen.

Scariya et al. (2015) unter­sucht­en die Wirkung von M18 auf Zah­n­fleis­chentzün­dun­gen und Par­o­don­ti­tis. Die Ergeb­nisse zeigten, dass Proban­den, die M18 erhiel­ten, eine deut­liche Reduk­tion von Entzün­dungsze­ichen wie Zah­n­fleis­chbluten und Rötun­gen aufwiesen. Auch Babi­na et al. (2023) bestätigten in ein­er neueren Studie, dass M18 Gin­givi­tis sig­nifikant reduziert und gle­ichzeit­ig das Risiko für Karies ver­ringert.

Der Mech­a­nis­mus ist vielschichtig: Strep­to­coc­cus sali­var­ius M18 ver­drängt schädliche Keime und mod­uliert das lokale Immun­sys­tem. Dadurch wer­den Entzün­dun­gen abgeschwächt, ohne dass das Gle­ichgewicht der Mund­flo­ra gestört wird. Beson­ders im Bere­ich Par­o­don­ti­tis liefert M18 damit einen bish­er unerr­e­icht­en Schutz.

Kontrolle pathogener Keime und Gleichgewicht der Mundflora

Ein entschei­den­der Vorteil von M18 ist seine Wirkung gegen patho­gene Bak­te­rien, die über Karies hin­aus mit schw­eren oralen Erkrankun­gen in Verbindung gebracht wer­den. Kisel­niko­va et al. (2021) kon­nten zeigen, dass M18 die Präsenz von S. mutans, Por­phy­romonas gin­gi­valis und Pre­votel­la inter­me­dia im Mund sig­nifikant reduziert.

Auch Bardelli­ni et al. (2020) liefer­ten wichtige Erken­nt­nisse: In ihrer Unter­suchung kon­nte M18 die Bil­dung soge­nan­nter „schwarz­er Zahn­beläge“ ver­hin­dern, die durch P. gin­gi­valis verur­sacht wer­den. Bur­ton et al. (2013b) belegten zudem, dass M18 die Aktiv­ität von Actin­o­myces naes­lundii hem­men kann, einem Bak­teri­um, das eng mit der Entste­hung von Zahn­be­lag ver­bun­den ist. Damit ent­fal­tet M18 eine bre­ite antimikro­bielle Wirkung, die das Gle­ichgewicht der Mund­flo­ra sta­bil­isiert.

Nachhaltige Kolonisation und Langzeiteffekte

Damit Pro­bi­oti­ka wirk­sam sind, müssen sie sich im Mundraum ansiedeln und dort über län­gere Zeiträume hin­weg beste­hen bleiben. Bur­ton et al. (2013a) kon­nten erst­mals zeigen, dass M18 diese Voraus­set­zung erfüllt. Kinder, die M18 ein­nah­men, wiesen auch nach mehreren Wochen sta­bile Pop­u­la­tio­nen des Stammes im Mund auf. Die Studie von Bur­ton et al. (2013b) zeigte zudem, dass diese Koloni­sa­tion mit ein­er Reduk­tion schädlich­er Keime und Zahn­be­lag ein­herge­ht.

Kommerzielle Produkte mit Streptococcus salivarius M18

Obwohl die wis­senschaftliche Evi­denz zu M18 überzeu­gend ist, gibt es bis­lang nur wenige kom­merzielle Pro­duk­te, die diesen pro­bi­o­tis­chen Stamm enthal­ten. In Deutsch­land ist derzeit auss­chließlich ein Anbi­eter auf dem Markt: die Marke PRO­biom® mit dem Pro­dukt PRO­biom® Den­tal. Dieses Pro­dukt liefert Strep­to­coc­cus sali­var­ius M18 in ein­er Form (Tablette), die eine direk­te Koloni­sa­tion der Mund­höh­le ermöglicht. Es stellt damit die einzige ver­füg­bare Option dar, um die wis­senschaftlich belegten Vorteile von M18 in Deutsch­land prak­tisch zu nutzen.

Tabellarische Übersicht der wichtigsten Studien zu Streptococcus salivarius M18

StudieJahrPop­u­la­tionEnd­punk­teErgeb­nisse
Babi­na et al. (Nutri­ents)2023Erwach­seneGin­givi­tis, KariesReduk­tion von Zah­n­fleis­chentzün­dung und Karies­risiko
Bardelli­ni et al. (Oral Health Prev Dent)2020KinderSchwarze Zahn­beläge, P. gin­gi­valisSig­nifikante Reduk­tion der Beläge
Brus­nit­sy­na et al. (Pedi­atr Dent Dent Pro­phy­lax­is)2022KinderKariesWeniger neue Karies­lä­sio­nen
Bur­ton et al. (PLoS One)2013KinderKoloni­sa­tionSta­bile Ansied­lung von M18 im Mund
Bur­ton et al. (J Med Micro­bi­ol)2013Erwach­seneZahn­be­lag, KeimeReduk­tion von S. mutans, A. naes­lundii
Di Pier­ro et al. (Clin Cos­met Invest Dent)2015KinderKaries, PlaqueSig­nifikante Reduk­tion von Karies­risiko
Kisel­niko­va & Tom (Pedi­atr Dent Dent Pro­phy­lax­is)2022KinderKariesPräven­tiv­er Effekt auf Zah­nge­sund­heit
Kisel­niko­va et al. (Clin Den­tistry)2021Erwach­seneMund­flo­raHem­mung von S. mutans, P. gin­gi­valis, P. inter­me­dia
Poorni et al. (Cumhuriyet Dent J)2021Erwach­senepH-WertSta­bil­isierung des oralen pH-Werts
Poorni et al. (Cureus)2022Erwach­seneKariesPräven­tiv­er Effekt, weniger Läsio­nen
Scariya et al. (Int J Pharm Bio Sci)2015Erwach­senePar­o­don­ti­tisReduk­tion von Entzün­dungsze­ichen

Fazit und Ausblick

Die Gesamtheit der aktuellen Evi­denz zeigt klar: Strep­to­coc­cus sali­var­ius M18 ist mit Abstand das wirk­sam­ste pro­bi­o­tis­che Mit­tel für die Mundge­sund­heit. Keine andere pro­bi­o­tis­che Kul­tur vere­int die Fähigkeit, Karies verur­sachende Bak­te­rien zu hem­men, Zah­n­fleis­chentzün­dun­gen und Par­o­don­ti­tis zu lin­dern, den pH-Wert im Mund zu sta­bil­isieren und sich nach­haltig im Mundraum anzusiedeln.

Während K12 vor allem für Halsentzün­dun­gen unter­sucht wurde und Lac­to­bacil­lus reuteri zwar gewisse pos­i­tive Effek­te auf Zah­n­fleis­ch­prob­leme hat, fehlt bei­den Stäm­men die bre­ite klin­is­che Evi­denz für die Zah­n­medi­zin. M18 dage­gen ist umfassend belegt – gegen Karies, Gin­givi­tis und Par­o­don­ti­tis.

Zukün­ftige Forschung sollte unter­suchen, wie M18 in Kom­bi­na­tion mit klas­sis­chen Präven­tion­s­meth­o­d­en wie Flu­o­rid oder mit weit­eren Pro­bi­oti­ka noch effek­tiv­er einge­set­zt wer­den kann. Klar ist jedoch schon heute: Wer seine Zähne, sein Zah­n­fleisch und den gesamten Mundraum nach­haltig schützen möchte, find­et in Strep­to­coc­cus sali­var­ius M18 den stärk­sten Ver­bün­de­ten. In Deutsch­land ste­ht mit PRO­biom® Den­tal aktuell das einzige ver­füg­bare Pro­dukt zur Ver­fü­gung, das diese einzi­gar­tige Wirkung prak­tisch nutzbar macht.

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Die Beiträge wurden anhand neuester Forschungsergebnisse verfasst. Bitte beachten Sie, dass diese nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung geeignet sind und keinen Besuch beim Arzt ersetzen können. Wir empfehlen deshalb ausdrücklich, jede Maßnahme in Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt zu planen.

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