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Verstopfung mit Probiotika behandeln: Wie Mikroorganismen die Darmgesundheit fördern können

Verstopfung betrifft viele Menschen und kann die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Probiotika, lebende Mikroorganismen, die eine gesundheitsfördernde Wirkung haben, rücken in der Behandlung von Verdauungsproblemen zunehmend in den Fokus. In diesem Artikel werden wir die Ursachen und Symptome von Verstopfung beleuchten, wie Probiotika wirken und welche Stämme bei der Behandlung von Verstopfung besonders hilfreich sein könnten.

von Dr. Barbara Hendel
30. Oktober 2024
in News, Allgemein, Darm, Darmmikrobiom, Mikrobiom, Mikrobiom allgemein, Probiotika, Verstopfung
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Verstopfung

Foto von Towfiqu barbhuiya auf Unsplash

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Ab wann spricht man von Verstopfung?

Ver­stop­fung — oder auch Obsti­pa­tion — ist ein Zus­tand, bei dem der Stuhl­gang erschw­ert ist oder weniger häu­fig als gewöhn­lich auftritt. Sie wird meist durch eine ver­langsamte Bewe­gung des Stuhls durch den Darm verur­sacht, was oft zu harten und trock­e­nen Stühlen führt. Eine gele­gentliche Obsti­pa­tion ist nor­mal, ins­beson­dere bei Verän­derun­gen in der Ernährung oder im Lebensstil. Chro­nis­che Obsti­pa­tion hinge­gen kann die Leben­squal­ität stark ein­schränken und in manchen Fällen auf ein zugrunde liegen­des Gesund­heit­sprob­lem hin­weisen.

Typ­is­che Symp­tome ein­er Obsti­pa­tion umfassen:

  • Weniger als drei Stuhlgänge pro Woche
  • Harte, trock­ene und klumpige Stüh­le
  • Gefühl der unvoll­ständi­gen Entleerung
  • Blähun­gen und Bauch­schmerzen

Ursachen von Verstopfung

Ver­schiedene Fak­toren kön­nen zur Entste­hung von Ver­stop­fung beitra­gen, darunter:

  • Ernährung: Bal­last­stof­farme Ernährung und unzure­ichende Flüs­sigkeit­sauf­nahme
  • Bewe­gungs­man­gel: Kör­per­liche Inak­tiv­ität führt oft zu ein­er langsameren Darm­be­we­gung
  • Medika­mente: Einige Medika­mente, wie Schmerzmit­tel, Anti­de­pres­si­va und bes­timmte Nahrungsergänzungsmit­tel, kön­nen Ver­stop­fung als Neben­wirkung haben
  • Stress und Lebensstil: Psy­chis­ch­er Stress und unregelmäßige Tagesabläufe kön­nen die Ver­dau­ung bee­in­flussen
  • Verän­derun­gen in der Darm­flo­ra: Ein Ungle­ichgewicht der Darm­bak­te­rien kann die Dar­mge­sund­heit neg­a­tiv bee­in­flussen und zu ein­er Obsti­pa­tion führen

Probiotika und die Darmflora: Ein Überblick

Die Darm­flo­ra, oder das Mikro­biom, ist ein kom­plex­es Ökosys­tem von Mil­liar­den von Bak­te­rien, die im men­schlichen Darm leben. Diese Mikroor­gan­is­men spie­len eine wichtige Rolle bei der Ver­dau­ung, der Immun­funk­tion und der Aufrechter­hal­tung des Stof­fwech­sels. Ein gesun­des Mikro­biom ist ein wesentlich­er Bestandteil eines gut funk­tion­ieren­den Ver­dau­ungssys­tems.

Wie können Probiotika bei Verstopfung helfen?

Es gibt mehrere Mech­a­nis­men, durch die Pro­bi­oti­ka bei der Lin­derung von Ver­stop­fung helfen kön­nen:

  • Verbesserung der Dar­m­motil­ität: Einige pro­bi­o­tis­che Stämme kön­nen die Darm­be­we­gung stim­ulieren, was die Pas­sage des Stuhls durch den Darm erle­ichtert.
  • Erhöhung der Stuhlfeuchtigkeit: Pro­bi­oti­ka kön­nen Wass­er in den Darm ziehen und so zur Lockerung des Stuhls beitra­gen, was den Stuhl­gang erle­ichtert.
  • Pro­duk­tion von kurzket­ti­gen Fettsäuren: Pro­bi­oti­ka fördern die Pro­duk­tion kurzket­tiger Fettsäuren (SCFAs), die die Dar­mzellen nähren und den pH-Wert im Darm senken. Dies verbessert die Darm­peri­staltik und ver­hin­dert das Aus­trock­nen des Stuhls.
  • Wieder­her­stel­lung der Darm­flo­ra: Ein Ungle­ichgewicht im Dar­m­mikro­biom kann zu Ver­stop­fung führen. Pro­bi­oti­ka helfen dabei, eine gesunde bak­terielle Zusam­menset­zung im Darm zu fördern und kön­nen so zur Nor­mal­isierung des Stuhl­gangs beitra­gen.
  • Unter­stützung der Bal­last­stoff­fer­men­ta­tion: Einige Pro­bi­oti­ka kön­nen unver­dauliche Bal­last­stoffe fer­men­tieren, was zu ein­er Pro­duk­tion von Sub­stanzen führt, die die Darm­be­we­gung fördern.

Wirksame probiotische Stämme bei Verstopfung

Nicht alle Pro­bi­oti­ka wirken bei ein­er Obsti­pa­tion. Es gibt einige spez­i­fis­che Stämme, die in Stu­di­en gezeigt haben, dass sie bei der Lin­derung ein­er Obsti­pa­tion beson­ders hil­fre­ich sein kön­nen. Dazu gehören:

  • Bifi­dobac­teri­um lac­tis: Ein­er der am häu­fig­sten unter­sucht­en pro­bi­o­tis­chen Stämme bei Ver­stop­fung. Stu­di­en zeigen, dass B. lac­tis die Stuhl­fre­quenz erhöhen und die Stuh­lkon­sis­tenz verbessern kann.
  • Lac­to­bacil­lus casei: Dieser Stamm kann die Darm­be­we­gun­gen anre­gen und wird oft in pro­bi­o­tis­chen Nahrungsergänzungsmit­teln ver­wen­det, die auf die Unter­stützung der Ver­dau­ung abzie­len.
  • Lac­to­bacil­lus rham­no­sus: Unter­stützt die Pro­duk­tion von kurzket­ti­gen Fettsäuren, die den pH-Wert im Darm senken und die Stuh­lkon­sis­tenz verbessern kön­nen.
  • Bifi­dobac­teri­um infan­tis: Hil­ft bei der Verbesserung der Dar­mge­sund­heit und wird häu­fig bei Reiz­darm­syn­drom (IBS) einge­set­zt, was oft mit Ver­stop­fung ver­bun­den ist.

Studienlage zu Probiotika und Verstopfung

Die wis­senschaftliche Forschung zeigt gemis­chte Ergeb­nisse. Einige Stu­di­en haben sig­nifikante Verbesserun­gen bei der Stuhl­fre­quenz und ‑kon­sis­tenz fest­gestellt, während andere keine spür­baren Effek­te beobachteten. Eine Meta­analyse mehrerer Stu­di­en von Shang et al. zeigte jedoch, dass Bifi­dobac­teri­um lac­tis und Lac­to­bacil­lus rham­no­sus in vie­len Fällen die Darmtätigkeit anre­gen und Ver­stop­fungssymp­tome lin­dern kön­nen (1).

In ein­er Studie mit Kindern zeigte sich, dass Bifi­dobac­teri­um lac­tis die Stuhl­fre­quenz und ‑kon­sis­tenz verbessern kon­nte, ohne neg­a­tive Neben­wirkun­gen zu verur­sachen (2).

Eine andere Studie an Erwach­se­nen zeigte, dass Lac­to­bacil­lus casei die Ver­dau­ung in dieser Alters­gruppe verbessern kon­nte, in der Ver­stop­fung oft ein häu­figer Begleit­er ist (3).

Einnahme und Dosierung von Probiotika

Pro­bi­oti­ka sind in ver­schiede­nen For­men erhältlich: als Kapseln, Pul­ver, Tropfen und angere­icherte Lebens­mit­tel wie Joghurts. Es gibt keine Stan­dard­do­sis, da die Wirkung von der Art des pro­bi­o­tis­chen Stammes, der Dosierung und indi­vidu­ellen Fak­toren wie Alter und Gesund­heit­szu­s­tand abhängt. In der Regel wer­den jedoch 1 bis 10 Mil­liar­den koloniebildende Ein­heit­en (KBE) pro Tag emp­fohlen.

Da die Wirkung von Pro­bi­oti­ka oft erst nach eini­gen Wochen spür­bar wird, ist eine regelmäßige Ein­nahme notwendig, um Ergeb­nisse zu erzie­len. Manche Men­schen kön­nen in den ersten Tagen der Ein­nahme von Pro­bi­oti­ka leichte Blähun­gen oder Magenbeschw­er­den erleben, die sich jedoch meist von selb­st leg­en. Dieses Phänomen ist auch als Erstver­schlim­merung bei der Ein­nahme von Pro­bi­oti­ka bekan­nt. 

Nebenwirkungen und Sicherheit

Pro­bi­oti­ka gel­ten all­ge­mein als sich­er und wer­den gut ver­tra­gen. In sel­te­nen Fällen kön­nen jedoch Neben­wirkun­gen wie Blähun­gen, Durch­fall oder Bauch­schmerzen auftreten, ins­beson­dere zu Beginn der Ein­nahme. Men­schen mit einem geschwächt­en Immun­sys­tem oder schw­er­wiegen­den Gesund­heit­sprob­le­men soll­ten die Ein­nahme von Pro­bi­oti­ka immer mit ihrem Arzt besprechen.

Fazit: Probiotika als natürliche Hilfe bei Verstopfung

Pro­bi­oti­ka bieten eine natür­liche, sichere und oft wirk­same Unter­stützung bei der Lin­derung von Ver­stop­fung. Ins­beson­dere Bifi­dobac­teri­um lac­tis, Lac­to­bacil­lus casei und Lac­to­bacil­lus rham­no­sus haben sich in Stu­di­en als hil­fre­ich erwiesen, um die Stuhl­fre­quenz und ‑kon­sis­tenz zu verbessern. Pro­bi­oti­ka wirken jedoch nicht sofort; eine kon­tinuier­liche Ein­nahme über mehrere Wochen ist meist notwendig, um spür­bare Ergeb­nisse zu erzie­len.

Da Ver­stop­fung viele Ursachen haben kann, sollte die Ein­nahme von Pro­bi­oti­ka als Teil eines umfassenden Ansatzes betra­chtet wer­den, der auch eine bal­last­stof­fre­iche Ernährung, aus­re­ichend Flüs­sigkeit und regelmäßige Bewe­gung umfasst.

Lit­er­atur:

  1. Shang et al. Nutri­ents 2022, 14(12): 2482.
  2. Chen et al. Brasil­ia Jour­nal of Micro­bi­ol­o­gy 2024, 55: 1317–1330. 
  3. Yang­wen­shan et al. Front Micro­bi­ol 2019, 10: 324.

 

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Die Beiträge wurden anhand neuester Forschungsergebnisse verfasst. Bitte beachten Sie, dass diese nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung geeignet sind und keinen Besuch beim Arzt ersetzen können. Wir empfehlen deshalb ausdrücklich, jede Maßnahme in Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt zu planen.

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