Probiotic Health Institute
  • Probiotika
  • Mikrobiom
    • Mikrobiom allgemein
    • orales Mikrobiom
    • Mikrobiom der Haut
  • Gesundheitsbereiche
    • Darm
    • Haut
    • Immunsystem
    • Mund
  • spezielle Indikationen
    • Allergie
    • Heuschnupfen
    • Karies
    • Neurodermitis
    • Parodontitis
    • Vaginose
  • Blog
  • Über uns
Kein Ergebnis
Alle Ergebnisse anzeigen
Probiotic Health Institute
  • Probiotika
  • Mikrobiom
    • Mikrobiom allgemein
    • orales Mikrobiom
    • Mikrobiom der Haut
  • Gesundheitsbereiche
    • Darm
    • Haut
    • Immunsystem
    • Mund
  • spezielle Indikationen
    • Allergie
    • Heuschnupfen
    • Karies
    • Neurodermitis
    • Parodontitis
    • Vaginose
  • Blog
  • Über uns
Kein Ergebnis
Alle Ergebnisse anzeigen
Probiotic Health Institute
Kein Ergebnis
Alle Ergebnisse anzeigen

Psychobiotika – Was ist das denn?

Die Beziehung zwischen Darmgesundheit und mentaler Gesundheit ist ein faszinierendes Forschungsfeld, das in den letzten Jahren immer mehr Aufmerksamkeit erhalten hat. In diesem Zusammenhang rücken Probiotika zunehmend ins Rampenlicht. Doch wie genau beeinflussen solche Psychobiotika unsere mentale Gesundheit?

von Dr. Barbara Hendel
2. Juni 2024
in News, Darm, Darmmikrobiom, Darmmikrobiom, Mikrobiom
0
Psychobiotika

Foto von Peter Conlan auf Unsplash

Share on FacebookShare on Twitter

Was sind Psychobiotika ?

Psy­chobi­oti­ka sind eine spezielle Klasse von Pro­bi­oti­ka, die gezielt darauf abzie­len, die men­tale Gesund­heit und das Wohlbefind­en zu fördern. Der Begriff “Psy­chobi­oti­ka” set­zt sich aus den Worten “Psy­cho” (bezo­gen auf den Geist) und “Bioti­ka” (eine all­ge­meine Beze­ich­nung für Mikroor­gan­is­men, die eine gesund­heits­fördernde Wirkung haben) zusam­men. Im Wesentlichen han­delt es sich bei Psy­chobi­oti­ka um Pro­bi­oti­ka, die speziell auf ihre poten­zielle pos­i­tive Wirkung auf die psy­chis­che Gesund­heit unter­sucht und entwick­elt wer­den.

Die Idee hin­ter Psy­chobi­oti­ka beruht auf dem Ver­ständ­nis der Darm-Hirn-Achse, einem kom­plex­en Kom­mu­nika­tion­ssys­tem zwis­chen dem Darm und dem Gehirn. Diese bidi­rek­tionale Kom­mu­nika­tion spielt eine wichtige Rolle bei der Reg­u­la­tion von Stim­mung, Stress­reak­tio­nen, kog­ni­tiv­en Funk­tio­nen und anderen Aspek­ten der men­tal­en Gesund­heit.

Forschun­gen haben gezeigt, dass eine Ungle­ichgewicht der Darm­flo­ra, auch bekan­nt als Dys­biose, mit ver­schiede­nen psy­chis­chen Gesund­heit­sprob­le­men wie Depres­sio­nen, Angstzustän­den, Autismus-Spek­trum-Störun­gen und sog­ar neu­rode­gen­er­a­tiv­en Erkrankun­gen in Verbindung gebracht wer­den kann. Psy­chobi­oti­ka zie­len darauf ab, dieses Ungle­ichgewicht zu kor­rigieren und die Darm­flo­ra in einen gesün­deren Zus­tand zu ver­set­zen, was sich wiederum pos­i­tiv auf die psy­chis­che Gesund­heit auswirken kann.

Psy­chobi­oti­ka kön­nen ver­schiedene For­men annehmen, ein­schließlich pro­bi­o­tis­ch­er Nahrungsergänzungsmit­tel, fer­men­tiert­er Lebens­mit­tel und speziell entwick­el­ter pro­bi­o­tis­ch­er Stämme. Diese Pro­duk­te enthal­ten lebende Mikroor­gan­is­men wie ver­schiedene Stämme von Lak­to­bazillen und Bifi­dobak­te­rien, die in der Lage sind, den Darm zu besiedeln und das Gle­ichgewicht der Darm­flo­ra zu unter­stützen.

Während die Forschung zu Psy­chobi­oti­ka noch in den Anfän­gen steckt, deuten erste Stu­di­en darauf hin, dass sie vielver­sprechende Ergeb­nisse bei der Verbesserung der men­tal­en Gesund­heit zeigen kön­nten. Allerd­ings ist noch weit­ere Forschung erforder­lich, um die genauen Mech­a­nis­men zu ver­ste­hen, durch die Psy­chobi­oti­ka wirken, sowie ihre langfristi­gen Auswirkun­gen und poten­ziellen Neben­wirkun­gen.

Ins­ge­samt kön­nten Psy­chobi­oti­ka einen vielver­sprechen­den Ansatz zur Unter­stützung der psy­chis­chen Gesund­heit bieten, indem sie die Verbindung zwis­chen Darm und Gehirn stärken und so das Wohlbefind­en fördern.

Mentale Gesundheit

Men­tale Gesund­heit bezieht sich auf den Zus­tand des psy­chis­chen und emo­tionalen Wohlbefind­ens ein­er Per­son. Es umfasst die Fähigkeit, mit den täglichen Belas­tun­gen des Lebens umzuge­hen, pro­duk­tiv zu arbeit­en, pos­i­tive Beziehun­gen zu anderen aufzubauen, flex­i­bel zu sein, Her­aus­forderun­gen zu bewälti­gen und das eigene Poten­zial zu nutzen.

Eine gute men­tale Gesund­heit bedeutet nicht nur das Fehlen von psy­chis­chen Störun­gen, son­dern auch ein pos­i­tives Gefühl von Wohlbefind­en und inner­er Zufrieden­heit. Es bein­hal­tet die Fähigkeit, stres­sige Sit­u­a­tio­nen zu bewälti­gen, sich an Verän­derun­gen anzu­passen, emo­tionale Bal­ance zu hal­ten und eine gesunde Selb­st­wahrnehmung zu haben.

Zu den wichti­gen Fak­toren, die die men­tale Gesund­heit bee­in­flussen, gehören:

Biol­o­gis­che Fak­toren: Genetik, neu­ro­chemis­che Prozesse im Gehirn und kör­per­liche Gesund­heit spie­len eine Rolle bei der men­tal­en Gesund­heit.

Psy­chol­o­gis­che Fak­toren: Per­sön­lichkeitsmerk­male, Bewäl­ti­gungsmech­a­nis­men, Denkmuster und Lebenser­fahrun­gen kön­nen die men­tale Gesund­heit bee­in­flussen.

Soziale Fak­toren: Beziehun­gen zu Fam­i­lie, Fre­un­den und Gemein­schaft, soziale Unter­stützung, sozioökonomis­ch­er Sta­tus und kul­turelle Ein­flüsse haben Auswirkun­gen auf die men­tale Gesund­heit.

Umwelt­fak­toren: Stres­soren am Arbeit­splatz, in der Schule oder in der Gemein­schaft, Expo­si­tion gegenüber Trau­ma­ta oder Gewalt sowie Zugang zu Ressourcen wie Gesund­heitsver­sorgung und Bil­dung kön­nen die men­tale Gesund­heit beein­trächti­gen.

Ernährung: Unser Gehirn ist ein hochkom­plex­es Organ, das eine Vielzahl von Nährstof­fen benötigt, um opti­mal zu funk­tion­ieren. Die Ernährung kann hier eine zen­trale Rolle spie­len.

Eine gute men­tale Gesund­heit ist entschei­dend für das all­ge­meine Wohlbefind­en und die Leben­squal­ität ein­er Per­son. Sie ermöglicht es Indi­viduen, ihr volles Poten­zial auszuschöpfen, pos­i­tive Beziehun­gen zu anderen aufzubauen, pro­duk­tiv zu arbeit­en und ein erfülltes Leben zu führen.

Es ist wichtig zu beto­nen, dass men­tale Gesund­heit ein kon­tinuier­lich­er Prozess ist, der Pflege, Aufmerk­samkeit und Selb­st­für­sorge erfordert. Es ist völ­lig nor­mal, gele­gentlich Stress oder Her­aus­forderun­gen zu erleben, aber es ist wichtig, sich um seine men­tale Gesund­heit zu küm­mern und bei Bedarf Unter­stützung zu suchen.

Ernährung und mentale Gesundheit

Der Zusam­men­hang zwis­chen Ernährung und men­taler Gesund­heit ist ein The­ma von wach­sen­dem Inter­esse in der wis­senschaftlichen Gemein­schaft. Zahlre­iche Stu­di­en haben gezeigt, dass die Nahrung, die wir zu uns nehmen, einen erhe­blichen Ein­fluss auf unsere psy­chis­che Ver­fas­sung und unser emo­tionales Wohlbefind­en haben kann.

Auswirkun­gen von Ernährung auf die Gehirn­funk­tion:

Unser Gehirn ist ein hochkom­plex­es Organ, das eine Vielzahl von Nährstof­fen benötigt, um opti­mal zu funk­tion­ieren. Die Ernährung kann die Gehirn­funk­tion auf ver­schiedene Weisen bee­in­flussen:

  • Neu­ro­trans­mit­ter­pro­duk­tion: Bes­timmte Nährstoffe wie Omega-3-Fettsäuren, Aminosäuren und Vit­a­mine sind Vor­läufer von Neu­ro­trans­mit­tern, chemis­chen Boten­stof­fen im Gehirn, die eine wichtige Rolle bei der Reg­u­la­tion von Stim­mung, Stress und kog­ni­tiv­en Funk­tio­nen spie­len.
  • Entzün­dung­shem­mende Wirkung: Eine Ernährung, die reich an Antiox­i­dantien und entzün­dung­shem­menden Nährstof­fen ist, kann dazu beitra­gen, Entzün­dun­gen im Gehirn zu reduzieren, die mit ver­schiede­nen psy­chis­chen Störun­gen wie Depres­sio­nen und Angstzustän­den in Verbindung gebracht wer­den.
  • Darm-Hirn-Achse: Die Ernährung bee­in­flusst auch die Darm­flo­ra, die wiederum die Kom­mu­nika­tion zwis­chen Darm und Gehirn über die soge­nan­nte Darm-Hirn-Achse bee­in­flusst. Eine gesunde Darm­flo­ra kann dazu beitra­gen, die Stim­mung zu reg­ulieren und Stress zu reduzieren.

Ein­fluss von Ernährung auf die psy­chis­che Gesund­heit:

Die Forschung hat gezeigt, dass bes­timmte Ernährungsmuster mit einem niedrigeren Risiko für psy­chis­che Störun­gen ver­bun­den sind, während andere das Risiko erhöhen kön­nen:

  • Mediter­rane Ernährung: Eine Ernährung, die reich an Obst, Gemüse, Vol­lko­rn­pro­duk­ten, gesun­den Fet­ten (z.B. Olivenöl, Nüsse, Fisch) und magerem Eiweiß ist, wie die mediter­rane Ernährung, wurde mit einem niedrigeren Risiko für Depres­sio­nen und Angstzustände in Verbindung gebracht.
  • Unge­sunde Ernährung: Auf der anderen Seite wurde eine Ernährung, die reich an ver­ar­beit­eten Lebens­mit­teln, Zuck­er, gesät­tigten Fet­ten und Trans­fet­ten ist, mit einem erhöht­en Risiko für Depres­sio­nen und andere psy­chis­che Gesund­heit­sprob­leme in Verbindung gebracht.

Prak­tis­che Empfehlun­gen:

Auf der Grund­lage dieser Erken­nt­nisse kön­nen wir einige prak­tis­che Empfehlun­gen für eine bessere men­tale Gesund­heit ableit­en:

  • Eine aus­ge­wo­gene Ernährung mit reich­lich Obst, Gemüse, Vol­lko­rn­pro­duk­ten, gesun­den Fet­ten und magerem Eiweiß fördert die men­tale Gesund­heit.
  • Reduzierung des Kon­sums von ver­ar­beit­eten Lebens­mit­teln, Zuck­er und gesät­tigten Fet­ten.
  • Inte­gra­tion von pro­bi­o­tis­chen Lebens­mit­teln wie Joghurt, Sauer­kraut und Kefir in die Ernährung zur Unter­stützung ein­er gesun­den Darm­flo­ra.
  • Aus­re­ichende Flüs­sigkeit­szu­fuhr, vorzugsweise in Form von Wass­er, um den Kör­p­er und das Gehirn hydratisiert zu hal­ten.

Ins­ge­samt zeigt die Forschung einen klaren Zusam­men­hang zwis­chen Ernährung und men­taler Gesund­heit. Durch die Anpas­sung unser­er Ernährungs­ge­wohn­heit­en kön­nen wir dazu beitra­gen, die Gesund­heit unseres Gehirns und unser emo­tionales Wohlbefind­en zu verbessern.

Probiotika und mentale Gesundheit

Es gibt schon eine erstaunlich große Anzahl an klin­is­chen Stu­di­en zum Zusam­men­hang von Pro­bi­oti­ka und men­taler Gesund­heit wie eine Über­sicht­sar­beit dazu zeigt. Ins­beson­dere wurde dabei u.a. die Wirkung von Pro­bi­oti­ka auf Depres­sion und bipo­lare Störung, Angst­störung, Schiz­o­phre­nie, neu­rokog­ni­tive Erkrankun­gen (Alzheimer), Essstörun­gen, Autismus und Aufmerk­samkeits­de­fiz­it­syn­drom (ADHS) unter­sucht (1).

Depres­sion:

In vie­len Patien­ten, welche an ein­er Depres­sion lei­den, kon­nte eine ver­ringerte Vielfalt in der Darm­flo­ra diag­nos­tiziert wer­den (2). In ein­er sys­tem­a­tis­chen Über­sicht­sar­beit kon­nte gezeigt wer­den, dass speziell solche Pro­bi­oti­ka bei Depres­sion helfen, welche Bifi­dobak­te­rien und Lak­to­bazillen enthal­ten (2).

Angst­störung:

Auch bei Patien­ten mit Angst­störun­gen kön­nte eine verän­dertes Dar­m­mikro­biom nachgewiesen wer­den. Im Speziellen kon­nte bei solchen Patien­ten ein sig­nifikan­ter Unter­schied in der Diver­sität des Mikro­bio­ms gegenüber der Kon­troll­gruppe fest­gestellt wer­den (3). Eine Über­sicht­sar­beit zur Wirkung von Pro­bi­oti­ka bei Angst­störun­gen kon­nte zeigen, dass Pro­bi­oti­ka – ins­beson­dere Bifi­dobak­te­rien, Lak­to­bazille, Strep­to­coc­cus sali­var­ius und Lac­to­coc­cus – wirkungsvoll zur Behand­lung von Angst­störun­gen einge­set­zt wer­den kön­nen (4).

Essstörun­gen:

Die Gabe Anwen­dung von Pro­bi­oti­ka, Pre­bi­oti­ka und Syn­bi­oti­ka wer­den schon seit län­gerem als mögliche Behand­lung­sop­tion bei Essstörun­gen disku­tiert. Eine Unter­suchung der Darm­flo­ra in Patien­ten mit Essstörun­gen hat auch hier gezeigt, dass es auf­fäl­lige Verän­derun­gen in der Diver­sität im Gegen­satz zu gesun­den Men­schen gibt (5). Unter­suchun­gen haben gezeigt, dass Pro­bi­oti­ka pos­i­tive Wirkun­gen auf die Insulin­sen­si­tiv­ität und die Reduk­tion von Entzün­dun­gen haben kön­nen (6). Zudem kön­nen Pro­bi­oti­ka geringe Effek­te auf das Kör­pergewicht und metabolis­che Para­me­ter haben (6).

Autismus:

Funk­tionale Erkrankun­gen des Ver­dau­ungstrak­ts treten häu­fig im Zusam­men­hang mit Autismus auf. Zudem wird ein Zusam­men­hang mit ein­er Dys­biose der Darm­flo­ra und Autismus angenom­men (7). Vom Ein­satz von Pro­bi­oti­ka dürften Patien­ten mit Autismus dur­chaus prof­i­tieren, wobei sich die Mikro­bio­ta des Darms sowie die Symp­tome verbessern (8). Basierend auf den weni­gen vorhan­de­nen Stu­di­en kommt eine Über­sicht­sar­beit zu dem Schluss, dass die Wirkung von Psy­chobi­oti­ka zur Behand­lung von Autismus noch nicht hin­re­ichend durch die vor­liegen­den Stu­di­en gesichert ist (2).

Welche probiotischen Stämme können einen positiven Einfluss auf die mentale Gesundheit haben?

Es gibt eine wach­sende Anzahl von Stu­di­en, die darauf hin­deuten, dass bes­timmte pro­bi­o­tis­che Stämme eine pos­i­tive Wirkung auf die men­tale Gesund­heit haben kön­nen. Hier sind einige der pro­bi­o­tis­chen Stämme, die in der Forschung beson­ders vielver­sprechend sind:

Lac­to­bacil­lus rham­no­sus: Dieser Stamm hat in mehreren Stu­di­en gezeigt, dass er die Angst- und Depres­sions-Symp­tome bei Mäusen reduzieren kann. Es gibt auch Hin­weise darauf, dass Lac­to­bacil­lus rham­no­sus die Stress­reak­tion des Kör­pers auf psy­chis­che Belas­tun­gen reduzieren kann.

Bifi­dobac­teri­um longum: Bifi­dobac­teri­um longum ist ein weit­er­er Stamm, der in eini­gen Stu­di­en vielver­sprechende Ergeb­nisse zur Verbesserung der men­tal­en Gesund­heit gezeigt hat. Er wurde mit ein­er Ver­ringerung von Angst- und Depres­sions-Symp­tomen sowie ein­er verbesserten Stresstol­er­anz in Verbindung gebracht.

Lac­to­bacil­lus hel­veti­cus: Dieser Stamm wurde in Stu­di­en unter­sucht, die auf seine poten­zielle Wirk­samkeit bei der Reduzierung von Angst- und Depres­sions-Symp­tomen hin­weisen. Es wird angenom­men, dass er die Pro­duk­tion von Neu­ro­trans­mit­tern wie Sero­tonin erhöht, was zur Verbesserung der Stim­mung beiträgt.

Bifi­dobac­teri­um breve: Einige Stu­di­en haben gezeigt, dass Bifi­dobac­teri­um breve die Angst­symp­tome bei Mäusen reduzieren kann. Es gibt auch Hin­weise darauf, dass dieser Stamm die Immun­funk­tion unter­stützen und Entzün­dun­gen im Kör­p­er ver­ringern kann, was sich wiederum pos­i­tiv auf die men­tale Gesund­heit auswirken kann.

Lac­to­bacil­lus plan­tarum: Dieser Stamm wurde eben­falls in Stu­di­en unter­sucht, die auf seine poten­zielle Wirk­samkeit bei der Verbesserung der men­tal­en Gesund­heit hin­weisen. Es wird angenom­men, dass er Entzün­dun­gen reduzieren und die Darm­bar­ri­ere­in­tegrität verbessern kann, was sich pos­i­tiv auf die psy­chis­che Gesund­heit auswirken kann.

Es ist wichtig anzumerken, dass die Forschung zu pro­bi­o­tis­chen Stäm­men und ihrer Wirkung auf die men­tale Gesund­heit noch rel­a­tiv neu ist, und weit­ere Stu­di­en erforder­lich sind, um ihre Effek­tiv­ität und Sicher­heit zu bestäti­gen. Darüber hin­aus kann die Wirkung von pro­bi­o­tis­chen Stäm­men von Per­son zu Per­son vari­ieren, abhängig von indi­vidu­ellen Fak­toren wie Darm­flo­ra-Zusam­menset­zung, Gesund­heit­szu­s­tand und Lebensstil. Bevor man Pro­bi­oti­ka ein­nimmt, ist es rat­sam, mit einem Arzt oder Ernährungs­fach­mann zu sprechen, ins­beson­dere wenn man an chro­nis­chen Gesund­heit­szustän­den lei­det oder andere Medika­mente ein­nimmt.

 

Psychobiotika – Ein spannendes Forschungsfeld

Psy­chobi­oti­ka sind lebende Mikroor­gan­is­men, die eine pos­i­tive Wirkung auf die psy­chis­che Gesund­heit haben kön­nen. Diese pro­bi­o­tis­chen Bak­te­rien, die üblicher­weise im Darm vorkom­men, bee­in­flussen das kom­plexe Zusam­men­spiel zwis­chen Gehirn und Darm, das als Darm-Hirn-Achse bekan­nt ist. Durch die Reg­u­la­tion von Entzün­dun­gen, Neu­ro­trans­mit­tern und anderen bio­chemis­chen Prozessen kön­nen Psy­chobi­oti­ka dazu beitra­gen, Stim­mungss­chwankun­gen, Angstzustände, Depres­sio­nen und sog­ar einige neu­rol­o­gis­che Erkrankun­gen zu lin­dern.

Stu­di­en haben gezeigt, dass die Ein­nahme von Psy­chobi­oti­ka die Symp­tome von Depres­sio­nen und Angstzustän­den reduzieren kann, indem sie die Pro­duk­tion von Sero­tonin und anderen Neu­ro­trans­mit­tern erhöhen. Darüber hin­aus kön­nen sie Entzün­dun­gen im Kör­p­er reduzieren, die mit ver­schiede­nen psy­chis­chen Störun­gen in Verbindung gebracht wer­den. Psy­chobi­oti­ka wer­den auch mit ein­er verbesserten kog­ni­tiv­en Funk­tion und einem ver­ringerten Risiko für neu­rode­gen­er­a­tive Erkrankun­gen in Verbindung gebracht.

Es ist wichtig anzumerken, dass die Forschung zu Psy­chobi­oti­ka noch rel­a­tiv neu ist und weit­ere Stu­di­en notwendig sind, um ihre langfristi­gen Auswirkun­gen und opti­male Anwen­dung zu ver­ste­hen. Den­noch deuten die bish­eri­gen Erken­nt­nisse darauf hin, dass Psy­chobi­oti­ka ein vielver­sprechen­der Ansatz für die Behand­lung von psy­chis­chen Störun­gen sein kön­nten, ins­beson­dere wenn sie in Kom­bi­na­tion mit anderen Ther­a­pi­en wie Psy­chother­a­pie oder Medika­menten einge­set­zt wer­den.

 

Lit­er­atur

  • Visil­iu O. Front Psy­chi­a­try 2023; 14: 1074736
  • Knüsel et al. 2021; 14:37
  • Simp­son et al.Clin Psy­chol Rev. 2021 83:101943
  • Smith et al.Nutr Neu­rosci. 2021 24:963–77. 
  • Proc­hazko­va et al.Gut Microbes. 2021 1391:1902771.
  • Baren­golts et al.Endocr Pract. 22:1224–34.
  • Mitchel­let al.Eur J Clin Nutr. 2021 76:913–21. 
  • Patus­co et al.Adv Nutr. 2018 9:637–50.
Psychobiotika

Ähnliche Beiträge Beiträge

Streptococcus salivarius M18
Allgemein

Übersichtsstudie Streptococcus salivarius M18 und seine positiven Effekte für die Mundgesundheit

Die Mundgesundheit ist ein zentraler Bestandteil des allgemeinen Wohlbefindens. Zähne und Zahnfleisch sind eng mit dem gesamten Organismus verbunden....

von Dr. Barbara Hendel
7. September 2025
Probiotika für Mundgesundheit
Allgemein

Gibt es gute Probiotika für die Mundgesundheit?

Mundgesundheit ist weit mehr als „Zähneputzen und fertig“. Unser Mund ist ein eigener Lebensraum mit Millionen Mikroorganismen, die in...

von Dr. Barbara Hendel
28. August 2025
Allergien
News

Probiotika gegen Allergien – Anbieter, Wirksamkeit & Empfehlung

Allergien zählen zu den weitverbreitetsten Gesundheitsproblemen unserer Zeit – Heuschnupfen, Neurodermitis oder Nahrungsmittelallergien beeinträchtigen Lebensqualität und Alltag. Immer mehr...

von Dr. Barbara Hendel
28. August 2025
Divertikulitis und Psyche
News

Divertikulitis und Psyche: Ein komplexes Wechselspiel zwischen Darm und Geist

Divertikulitis ist eine häufige Erkrankung des Dickdarms, bei der sich kleine Ausstülpungen der Darmschleimhaut, sogenannte Divertikel, entzünden. Besonders in...

von Dr. Barbara Hendel
14. Juni 2025
Nächster Beitrag
Hausstauballergie

Probiotika bei Hausstauballergie

Probiotic Health Institute

Das Probiotic Health Institute befasst sich mit der Erforschung der positiven Wirkung von Probiotika. Wir veröffentlichen in regelmäßigen Abständen Informationen und Artikel zu Probiotika, deren Wirkung und Anwendungsmöglichkeiten.
Wir erteilen jedoch keine medizinischen Ratschläge, stellen keine Diagnose und behandeln nicht.

Die Beiträge wurden anhand neuester Forschungsergebnisse verfasst. Bitte beachten Sie, dass diese nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung geeignet sind und keinen Besuch beim Arzt ersetzen können. Wir empfehlen deshalb ausdrücklich, jede Maßnahme in Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt zu planen.

Melden Sie sich zu unserem Newsletter an

 

© 2023 Probiotic Health Institute  · Impressum · Datenschutz

Kein Ergebnis
Alle Ergebnisse anzeigen
  • Probiotika
  • Mikrobiom
    • Mikrobiom allgemein
    • Mikrobiom der Haut
    • orales Mikrobiom
  • Gesundheitsbereiche
    • Darm
    • Haut
    • Immunsystem
    • Mund
  • Spezielle Indikationen
    • Allergie
    • Neurodermitis
    • Karies
    • Parodontitis
    • Vaginose
  • Blog
  • Über uns