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Allergien und der Darm: Wie hängen sie zusammen und welche Rolle spielen Probiotika?

Allergien wie Heuschnupfen, Asthma oder Neurodermitis sind einige der häufigsten Erkrankungen weltweit und können zu einer Vielzahl von Beschwerden führen. Doch wussten Sie, dass das Immunsystem und der Darm eine entscheidende Rolle bei der Entstehung von allergischen Reaktionen spielt? Immer mehr wissenschaftliche Studien zeigen, dass eine gestörte Darmflora und eine erhöhte Durchlässigkeit der Darmwände eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Allergien spielen können. In diesem Beitrag werden wir uns näher mit dieser Verbindung beschäftigen und zeigen, wie man mit Probiotika Allergien vorbeugen und behandeln kann.

von Dr. Barbara Hendel
27. Februar 2024
in Allergie, Spezielle Indikationen
0
Probiotika — Die wunderbaren Helfer für unsere Gesundheit

Foto von Diana Polekhina auf Unsplash

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Was ist eine Allergie?

Eine Allergie ist eine Über­reak­tion des Immun­sys­tems auf anson­sten harm­lose Sub­stanzen wie Pollen, Tier­haare oder bes­timmte Nahrungsmit­tel. Dabei pro­duziert der Kör­p­er Antikör­p­er gegen diese Stoffe und es kommt zu ein­er aller­gis­chen Reak­tion. Die Symp­tome kön­nen von leichtem Juck­en und Rötun­gen bis hin zu lebens­bedrohlichen Zustän­den wie einem ana­phy­lak­tis­chen Schock reichen. 

Allergien sind eine der häu­fig­sten Erkrankun­gen unser­er Zeit und kön­nen in vie­len Fällen zu erhe­blichen Ein­schränkun­gen im All­t­ag führen. Die Ursachen für aller­gis­che Reak­tio­nen sind vielfältig und kön­nen auf genetis­che Fak­toren, famil­iäre Vor­be­las­tun­gen, Umweltbe­din­gun­gen und sog­ar auf die Gesund­heit unseres Darms zurück­ge­führt wer­den. Die genetis­che Ver­an­la­gung spielt hier­bei eine wichtige Rolle, da sie das Risiko für aller­gis­che Reak­tio­nen erhöhen kann. Auch famil­iäre Vor­be­las­tun­gen kön­nen dazu beitra­gen, dass Allergien in bes­timmten Fam­i­lien gehäuft auftreten.

Aber auch unsere Umwelt kann eine entschei­dende Rolle bei der Entste­hung ein­er Allergie spie­len. Stu­di­en haben beispiel­sweise gezeigt, dass Kinder, die in ein­er Umwelt auswach­sen, welche reich an Bak­te­rien ist, später sel­tener an aller­gis­chen Erkrankun­gen lei­den (1). Luftver­schmutzung, Schad­stoffe in der Nahrung oder auch der Kon­takt mit bes­timmten Stof­fen kön­nen aller­gis­che Reak­tio­nen aus­lösen. 

Welche Rolle spielt der Darm bei einer Allergie?

Doch was hat das alles nun mit dem Darm zu tun? Der Darm ist ein kom­plex­es Sys­tem, das aus ver­schiede­nen mikro­biellen Kom­po­nen­ten beste­ht, die eng mit unserem Immun­sys­tem zusam­me­nar­beit­en. Der dar­mas­sozi­ierten Immun­sys­tem (GALT) stellt 70% des gesamten Immun­sys­tems dar — ihm kommt somit eine zen­trale Rolle bei der Aus­prä­gung von Allergien zu.

Der Darm ist auch ein Ort, an dem viele Mikroor­gan­is­men leben, die als Darm­flo­ra beze­ich­net wer­den. Diese Mikroor­gan­is­men spie­len eine wichtige Rolle bei der Aufrechter­hal­tung eines gesun­den Immun­sys­tems und kön­nen auch Allergien bee­in­flussen. Eine ver­ringerte Darm­flo­ra kann die Bar­ri­ere­funk­tion des Darms schädi­gen und zu lokalen Entzün­dun­gen führen. Wis­senschaftliche Stu­di­en zeigen, dass Men­schen, die an Allergien lei­den, häu­fig eine gestörte und weniger vielfältige Darm­flo­ra besitzen. Auch zeigen Unter­suchun­gen, dass vor allem Bak­te­rien der Gat­tung Lac­to­bacil­lus das Mikro­biom des Darms so mod­ulieren kön­nen, dass das Immun­sys­tem genau solche Immun­zellen fördert, welche die über­schießende aller­gis­che Reak­tion des Immun­sys­tems ver­min­dern.

Mikro­bielle Kom­po­nen­ten des Darms spie­len somit eine entschei­dende Rolle bei der Entste­hung von Allergien. Eine gesunde Darm­flo­ra kann zum Beispiel durch die Ein­nahme von Pro­bi­oti­ka und präbi­o­tis­che Lebens­mit­tel, die reich an Bal­last­stof­fen sind, gefördert wer­den. Eine weit­ere Möglichkeit, den Ein­fluss der mikro­biellen Kom­po­nen­ten des Darms auf aller­gis­che Reak­tio­nen zu reduzieren, ist die Ein­nahme von Immun­mod­u­la­toren wie Vit­a­min D und Omega-3-Fettsäuren. Diese Nahrungsergänzungsmit­tel kön­nen dazu beitra­gen, das Immun­sys­tem zu reg­ulieren und entzündliche Prozesse im Kör­p­er zu reduzieren. Ins­ge­samt ist es wichtig, eine gesunde Darm­flo­ra aufrechtzuer­hal­ten, um das Risiko für aller­gis­che Erkrankun­gen zu reduzieren.

Welche Behandlungsmethoden gibt es für Menschen mit Allergien und einem geschwächten Darm? 

Für Men­schen mit Allergien und einem geschwächt­en Darm gibt es ver­schiedene Behand­lungsmeth­o­d­en, die auf die Verbesserung der Dar­mge­sund­heit abzie­len. Eine Meth­ode ist die Ver­wen­dung von pro­bi­o­tis­chen Nahrungsergänzungsmit­teln, welche nüt­zliche Bak­te­rien enthal­ten und dadurch das Gle­ichgewicht der Darm­flo­ra wieder­her­stellen kön­nen. Eine weit­ere Möglichkeit ist eine gezielte Ernährung­sum­stel­lung, bei welch­er allergieaus­lösende Nahrungsmit­tel ver­mieden wer­den und stattdessen bal­last­stof­fre­iche Lebens­mit­tel, wie Gemüse und Obst, sowie fer­men­tierte Pro­duk­te, wie Sauer­kraut oder Kefir, in den Speise­plan inte­gri­ert wer­den.

Auch eine Immunther­a­pie kann bei schw­eren Allergien helfen. Hier­bei wird das Immun­sys­tem schrit­tweise an den allergieaus­lösenden Stoff gewöh­nt, sodass es nicht mehr über­reagiert. Wichtig ist jedoch immer eine indi­vidu­elle Beratung durch einen Arzt oder Ernährungs­ber­ater, um die best­mögliche Behand­lung für den jew­eili­gen Patien­ten zu find­en. Durch eine gezielte Stärkung des Darms kann nicht nur das Risiko für Allergien reduziert wer­den, son­dern auch andere gesund­heitliche Prob­leme vorge­beugt wer­den.

Können Probiotika bei Allergien helfen?

Erste Stu­di­en zur Vor­beu­gung und Behand­lung von Allergien mit Pro­bi­oti­ka sehen vielver­sprechend aus. Über­sicht­sar­beit­en bezüglich Pro­bi­oti­ka zur Behand­lung von Heuschnupfen  und Neu­ro­der­mi­tis zeigen, dass nur bes­timmte pro­bi­o­tis­che Bak­te­rien­stämme wirk­lich bei Allergien helfen (2). Ins­beson­dere die Stämme Lac­to­bacil­lus para­ca­sei LP-33 und Lac­to­bacil­lus para­ca­sei GMNL-133 wirken bei Allergien und führen zu ein­er deut­lichen Verbesserung aller­gis­ch­er Symp­tome u.a. im Zusam­men­hang mit Asth­ma, Heuschnupfen und Neu­ro­der­mi­tis (2). 

Die zwei pro­bi­o­tis­chen Stämme Lac­to­bacil­lus para­ca­sei LP-33 und Lac­to­bacil­lus para­ca­sei GMNL-133 wur­den speziell bezüglich ihrer Eigen­schaft aus­gewählt, die Darm­flo­ra zu sta­bil­isieren und das Immun­sys­tem zu stim­ulieren. Es kon­nte in klin­is­chen Stu­di­en gezeigt wer­den, dass die tägliche Ein­nahme des paten­tierten Bak­te­rien­stamms Lac­to­bacil­lus para­ca­seiLP-33 zu ein­er sig­nifikan­ten Ver­ringerung typ­is­ch­er Allergiesymp­tome (u.a. Leben­squal­ität, Symp­tome der Nase und Augen) führt (3). Zudem kon­nte in ein­er Studie gezeigt wer­den, dass LP-33 ähn­lich wirk­sam zur Behand­lung von Heuschnupfen ist, wie ein Anti­his­t­a­min (4). 

Lac­to­bacil­lus para­ca­sei GMNL-133 ist eben­falls paten­tiert und klin­isch getestet. Dabei kon­nte gezeigt wer­den, dass GMNL-133 die Eigen­schaft besitzt, ein über­schießen­des Immun­sys­tem zu sta­bil­isieren und die Schwere ein­er Neu­ro­der­mi­tis sig­nifikant zu ver­ringern (5). Auch wurde in dieser Studie gezeigt, dass Nahrungsmit­te­lal­lergien (Ei und Milch) sowie aller­gis­che Reak­tio­nen gegenüber der Hausstaub­milbe erfol­gre­ich mit diesem pro­bi­o­tis­chen Stamm behan­delt wer­den kön­nen. Auch scheint Lac­to­bacil­lus para­ca­sei GMNL-133 bei Asth­ma zu helfen (6).

Die Ergeb­nisse dieser Stu­di­en zeigen, dass sich diese pro­bi­o­tis­chen Stämme auch nicht hin­ter kon­ven­tionellen Behand­lungsmeth­o­d­en wie Anti­his­t­a­mini­ka oder Kor­tikos­teroide bezüglich ihrer Wirkung ver­steck­en müssen, haben aber im Ver­gle­ich dazu, keine bekan­nten Neben­wirkun­gen. 

Fazit: Allergien und der Darm – eine enge Verbindung

Es gibt eine enge Verbindung zwis­chen Allergien und dem Darm. Eine gestörte Darm­flo­ra kann dazu führen, dass das Immun­sys­tem über­reagiert und aller­gis­che Reak­tio­nen aus­löst wer­den. Es ist wichtig, den Darm gesund zu hal­ten, um ein­er­seits Allergien vorzubeu­gen und ander­er­seits die Symp­tome zu lin­dern. Eine gezielte Ernährung­sum­stel­lung sowie Pro­bi­oti­ka kön­nen helfen, die Dar­mge­sund­heit zu fördern. Ins­beson­dere die Ein­nahme der pro­bi­o­tis­chen Stämme Lac­to­bacil­lus para­ca­sei LP-33 und Lac­to­bacil­lus para­ca­sei GMNL-133 scheint hier eine vielver­sprechende Alter­na­tive zu herkömm­lichen Behand­lungsmeth­o­d­en zu sein. Ins­beson­dere für die Vor­beu­gung und Behand­lung von Asth­ma, Heuschnupfen und Neu­ro­der­mi­tis ist die Stu­di­en­lage für diese zwei pro­bi­o­tis­chen Stämme sehr gut.

Ref­eren­zen:

  1. Ege et al. 2011. NEJM 701–709.
  2. Güvenc et al. 2016. Am J Rhi­nol Aller­gy 30, e157-e175. / Huang et al. 2017 Front Cell Infect Micro­bi­ol 7: 392.
  3. Peng et al. 2005, Pedi­atr Aller­gy Immunol; Wang et al. 2004, Pedi­atr Aller­gy Immunol, Ahmed et al. 2019, Pak J Med Sci
  4. Cos­ta et al. 2014, Eur J Clin Nutr
  5. Wang and Wang 2015, Clin Exp Aller­gy
  6. Huang et al. 2018, Nutri­ents 10, 1678.
Allergien

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Wir erteilen jedoch keine medizinischen Ratschläge, stellen keine Diagnose und behandeln nicht.

Die Beiträge wurden anhand neuester Forschungsergebnisse verfasst. Bitte beachten Sie, dass diese nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung geeignet sind und keinen Besuch beim Arzt ersetzen können. Wir empfehlen deshalb ausdrücklich, jede Maßnahme in Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt zu planen.

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